Am 7. Oktober haben wir im Shelter, der Tagestätte für Obdachlose der Diakonie Düsseldorf in der Altstadt, die Resolution mit 1.200 gesammelten Unterschriften an Politiker von CDU, SPD, FDP und den Grünen überreicht.
Photo: Ulrike Paas
Lesen Sie dazu den ausführlichen Bericht von Ulrike Paas von der evangelischen Pressestelle Düsseldorf
Das 10jähriges Bestehen des Netzes gegen Armut ist nicht nur
ein Grund zum Feiern. Deswegen wurde in diesem Zusammenhang auch eine
Resolution verabschiedet, die sich an die Politik richtet und fordert, die
Ursachen für Armut stärker zu bekämpfen. Die Resolution wird stadtweit u. a.
von den Wohlfahrtsverbänden und Organisationen wie die Altstadt-Armenküche und
die Düsseldorfer Tafel getragen. Um der Resolution das nötige Gewicht zu
verleihen, werden zurzeit Unterschriften gesammelt. Anfang Oktober werden die
Unterschriften an Bundes- und Landespolitiker/-innen aus Düsseldorf übergeben.
Das Netz gegen Armut wurde vor zehn Jahren in Gerresheim gegründet und will mit einem öffentlichen Mittagstisch vor den Gerresheimer Rathaus diesen runden Geburtstag feiern.
Die Fahrradbörse des Netzes gegen Armut benötigt dringend gebrauchte Fahrräder, die an Menschen mit wenig Geld weitergegeben werden. Die Räder können auch reparaturbedürftig sein.
Die Fahrradbörse befindet sich auf dem Gelände der ev. Kirchengemeinde an der Heyestraße. Ansprechpartnerin ist Diakonin Beate Albert (beate.albert@evdus.de oder 0211 580 301 031)
Weiter Informationen finden Sie im beigefügten Flyer
Die städtische Unterkunft an der Heyestraße 51-53, die
zuletzt von Geflüchteten bewohnt wurde, soll abgerissen und durch einen Neubau ausschließliche
mit Sozialwohnungen u. a. für Geflüchtete und Obdachlose ersetzt werden. Mit
dem Argument, das südliche Gerresheim könne keine weiteren Belastungen
verkraften, haben sich die Vorstände des Bürger- und Heimatvereins Gerresheim
und der WIR! GHS Gemeinschaft Heye Siedlung in einem offenen Brief an den
Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf dagegen ausgesprochen.
Der Lenkungskreis des Netzes gegen Armut – wir leben Nachbarschaft kann diese Einschätzung nicht teilen und hat mit einem ebenfalls Offenen Brief reagiert. Den Brief finden Sie hier:
Dies ist der Titel eines Buches, das im November 2018 erschien. Es enthält eine Sammlung von Artikeln unterschiedlicher Autoren, die eine Beschreibung von Armut und ihren Ursachen liefern, aber auch Handlungsansätze für Hilfen aufzeigen. Pfarrerin Cornelia Oßwald und Presbyterin Barbara Schulz beschreiben darin die Caritas-Diakonie-Sprechstunde in Gerresheim.
Herausgeber
sind:
Pfarrer Joachim Deterding, Superintendent des Kirchenkreises Oberhausen
Pfarrerin Barbara Montag, Leiterin für Grundsatzfragen und Theologie in der
Diakonie Westfalen-Lippe
Dr. Gerhard Schäfer, Prof. i. R. an der Ev. Hochschule
Rheinland-Westfalen-Lippe
Insgesamt
ist durch Zusammenarbeit von Hochschule, Diakonie und Kirche ein fundierter
Bericht zur Armut in Deutschland entstanden.
Vandenhoeck
& Ruprecht Verlage
ISBN 978-3-7887-3299-8
Die Studie der Hochschule Düsseldorf unter
der Leitung von Prof. Anne van Rießen und Prof. Christian Bleck ging von
dem Auftrag aus, Ausgangs- und Bedarfslagen von älteren
Menschen, insbesondere von älteren Menschen in Armutslagen im Gerresheimer
Süden in den Blick zu nehmen. Im Ergebnis wird aber deutlich, dass die
gegenwärtigen Veränderungsprozesse nicht nur diese, sondern in der Tendenz alle
Bewohnerinnen und Bewohner betreffen. Unter anderem mit Blick auf das entstehende
Glasmacherviertel wird der Bedarf einer frühzeitig vorbereitenden und
präventiven Quartiersarbeit gesehen, zusammen mit bisherigen und neuen Bevölkerungsgruppen
und zusammen mit den zahlreichen haupt- und ehrenamtlichen Akteurinnen und
Akteuren im Gerresheimer Süden. Dafür wird konkret empfohlen, eine Stelle für Quartiersarbeit
einzurichten.
Aktuell arbeitet eine Projektgruppe des Netzes gegen Armut an
einem Antrag zur Finanzierung einer solchen Stelle.
Karsten Kunert, Maria Icking, Herr Bogula, Frau Giese — Foto Klaus Schröder
Zur Eröffnung des neuen Markts der Fa. Lidl an der Dreherstraße machte auch Bezirksbürgermeister Karsten Kunert Kasse und zog etwa eine halbe Stunde die Einkäufe über den Scanner. Auf seine Initiative gingen die Einnahmen plus eine Aufstockung durch Lidl an das Netz gegen Armut. Insgesamt überreichte Verkaufsleiterin Stefanie Giese und Filialleiter Herr Bogula dem Netz gegen Armut im Stadtbezirk 7, vertreten durch Maria Icking, einen Scheck über 1000 Euro.